Balderdash EP – Band Kaéla auf Erfolgsspur

Eine junge aufstrebende Band hat sich langsam aber sicher in der Musikszene in und um den Bezirk etabliert. Die Wurzeln reichen bis in den Bezirksjugendchor J.A.M.. Die Rede ist von Kaéla. Nach zwei Demo-CDs haben sie vor kurzem ihre erste EP mit Namen Balderdash herausgebracht. Aus diesem Grund haben wir uns die Viererbande mal genauer angesehen. Herausgekommen ist ein würziges Interview, das Lust auf mehr macht. Das Lesen lohnt sich nicht nur, wegen dem kleinen Gewinn am Ende des Interviews.

Kaéla, stellt euch doch für alle, die euch noch nicht kennen kurz vor:
Ludwig Rensch: Guten Tag, wir sind Kaéla aus Lauffen, eine Indie-Rock Band bestehend aus Ludwig Rensch, Lucas Fröschle, Jakob Nebel und Jonas Stricker. (Jonas lacht)

kaela_gruppe
von links nach rechts: Lucas Fröschle, Jakob Nebel, Jonas Stricker, Ludwig Rensch


Seid wann gibt es euch? Wie kamt ihr dazu Kaéla zu gründen? Anscheinend habt ihr eure Wurzeln im Bezirk.
Jonas Stricker: Also Jakob und ich haben uns im Frühling 2006 durch den Jugendchor J.A.M. kennen gelernt und dann beschlossen zusammen Musik zu machen. Ich hab anfangs gesungen und Gitarre gespielt und Jakob war am Bass. Später kam dann ein Schlagzeuger dazu. (Lucas schmunzelt). Als ich dann Ludwig über die Schule näher kennen gelernt habe und ich mit ihm zufällig über die Band geredet habe, stellte sich heraus dass er schon seit geraumer Zeit Gitarre spielte. Dann war er quasi auch dabei. Irgendwann schmissen wir den Schlagzeuger raus wegen künstlerischer Differenzen und für unseren ersten Gig im April 2007 holten wir uns dann einen Ersatzschlagzeuger, der dann aber 2 Wochen vorher Pfeifferisches Drüsenfieber bekam. Dann musste ich eben kurzfristig hinter die Trommeln sitzen und Ludwig mit seiner zarten Stimme am Mikro aushelfen.
Jakob Nebel:
Irgendwann im Juli 07 haben wir dann die Demo #1 aufgenommen, auch noch zu dritt. Nachdem die Demo einen derartigen Hype ausgelöst hatte, hatten wir ungefähr 200 Anfragen von Gitarristen die bei uns einsteigen wollten. Wir suchten die größte Made aus, weil wir diese am meisten fördern wollten (Lucas schmunzelt). Siehe da, Dezember 2007 war dann der erste Auftritt in der neuen Besetzung und die Location war bis zum bersten voll.
Lucas Fröschle:
Naja so ganz kann man das nicht stehen lassen. Als ich auf dem roten Teppich nach Lauffen einmarschierte eilte mir mein Ruf weit voraus und die Fanfaren kündigten an, dass ich der neue Gitarrist von Kaéla sein musste. Das Schicksal fügte uns zusammen.
Ludwig Rensch: Es war perfekt!

Nach dieser Zusammenkunft musste ein Name gefunden werden. Wie kamt ihr auf Kaéla?
Ludwig: Das ist eine witzige Geschichte. Es gibt eine australische Koala Gattung namens Koala Kaela, was soviel heißt wie schreiender Koala oder sowas. Und das fanden wir ganz cool. den Apostrophen haben wir noch gesetzt, damit keine Schwierigkeiten bei der Aussprache auftreten, obwohl er eigentlich das Gegenteil bewirkt. Naja, nochmal zum mitschreiben: Ka Eh La!

kaela_coverWie beschreibt ihr euren Musikstil?
Ludwig:
Am liebsten gar nicht. Aber wenn es sein muss würde ich sagen, für eine deutsche Band klingen wir sehr nach einer britischen Band, und unsere Lieder sind nicht so monströs und pompös wie die, die die meisten deutschen Bands so fabrizieren. Wir mögens eher flott und knackig, deshalb sind unsere Lieder auch meistens so kurz und komplex.
Jonas:
*Hust* Indie Rock
Ludwig:
Pff. POP. Indie POP.

Hattet ihr bei der Bandgründung eine Vorstellung, in welche Richtung ihr euch musikalisch bewegen wollt, oder hat jeder seine eigenen Vorlieben und eigenen Stil mit eingebracht?
Ludwig:
Ich glaub bei der Gründung hatten die beiden Ska im Kopf, aber denke ich habe meinen eigenen Stil mitgebracht...oder Jonas?
Jonas:
Ja.
Jakob:
Leider.

Welche Erinnerungen habt ihr an euren ersten Auftritt?
Ludwig:
Hammer Vorband :D
Lucas:
Ja man. Habs in der Zeitung gelesen *Zwinker*

Es läuft bestimmt nicht immer alles glatt im Bandalltag. Was war die peinlichste Situation in oder mit der Band?
Ludwig:
Verstärkerausfall.
Lucas:
Tausende Saiten mussten ihr Leben auf den Bühnen lassen.
Jakob:
Ein Heer von Monster-BH's hat mich beinahe bewusstlos geschlagen.
Jonas:
Ja.

Ihr habt zwei Demo-CDs herausgebracht, die es kostenlos zum Download und auf Konzerten gab. Warum dieser Schritt?
Ludwig: Naja, heutzutage gibt es eben Millionen von Bands und man trifft sie überall: auf Myspace, auf irgendwelchen Communitys, Aufkleber, Poster, überall sind Bands Bands Bands. Und da ist man eben nix besonderes mehr, und wenn man will, dass die Leute deine Musik kennen, muss man sie eben manchmal verschenken und drauf hoffen, dass sie trotzdem geliebt wird. Ich denke es ist wichtiger, dass die Leute deine Lieder kennen und auf den Konzerten mitsingen, wie dass du ein paar Hundert Euro damit verdienst.

Unabhängig von anderen Meinungen: Was ist euer persönliches Lieblingslied?
Ludwig: Dry Mouth
Jakob: Dark Inside (Jonas lacht)
Jonas: Molly Could
Lukas: Keyhole

Euer neuestes Album »Balderdash EP« kann man sogar im iTunes Store erwerben. Ist es schwierig dort hinein zu kommen, oder gibt es besondere Konditionen?
Ludwig: Nein, man muss nur zahlen.
Jonas: Es gibt inzwischen viele Anbieter, die im Prinzip ein Label darstellen und dich gegen etwas Geld in den iTunes Store, Musicload oder Amazon MP3 bringen. Bei dem Anbieter, mit dem wir arbeiten bleiben alle Rechte an den Liedern und Aufnahmen bei Kaéla. Wir haben also keine Einschränkungen dadurch und können mit unserer Musik immernoch machen was wir wollen.

Ihr seid auch viel live auf den Bühnen dieser Welt unterwegs. Wie oft kann man euch durchschnittlich im Quartal hören?
Ludwig: 3-8 mal vielleicht.
Jonas: kommt hin.

Unsere Leser brennen nun natürlich darauf euch zu erleben. Wo und wann ist denn die nächste Gelegenheit dazu? Seid ihr auch bald mal wieder im Bezirk zu hören?
16.Mai in Remseck, Stuttgart.
25. Juni, 1210 Stuttgart
27. Juni, Brückenfest Lauffen
21. August, Römerseefestival Bad Rappenau
kaela_abgang
Habt ihr noch abschließende Worte an den Bezirk?
Ludwig: Ich habe gehört, Kaéla Fan zu sein macht saumäßig Spaß, also ab gehts!
Jakob: Amen.

Vielen Dank, Kaéla für das Interview.

Für alle, die Kaéla nicht live hören können haben wir ein kleines Schmankerl bereit. Wer sich im Forum unter diesem Gewinspielthread meldet kann eine handsignierte CD des neuen Albums Balderdash EP gewinnen. Bei mehr als einer Einsendung wird der Gewinner im Losverfahren ermittelt. Schreibt einfach kurz, warum ihr unbedingt diese CD haben müsst und welche Frucht eine größer werdende Rolle bei Kaéla zu spielen scheint. Kleiner Tipp: Die Linksammlung wird euch weiterhelfen.

Ende des Gewinnspiels ist Sonntag, der 21. Juni 2009.

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